Texte

Im Rahmen des Online-Angebots der MLA-Datenbank soll die Textgrundlage des MLA-Korpus in möglichst umfassender Form zugänglich gemacht werden. Da der überwiegende Teil der Einzeltexte bereits in Druckausgaben vorliegt, werden hier über die einzelnen Nachweise zu den jeweiligen Viten Weblinks zu den gemeinfreien bzw. online frei zugänglichen Druckausgaben der Einzeltexte ermöglicht. Dazu werden auf 558 der 581 Einzelseiten der Webseite Verlinkungen zu einer oder mehreren Druckversion(en) des entsprechenden Textes angeboten. Ein Beispiel:

Severinus (08.01) Vita sancti Severini monachi BHL 7657
MGH SS rer. Germ. 26, 1-58; MGH Auct. ant. 1.2, 1-30; AA SS Jan. I, 484-497

Im Falle der übrigen Einzeltexte sind entweder die jeweiligen Ausgaben nicht gemeinfrei oder es liegen überhaupt keine Druckausgaben vor. Unter den 558 Einzelseiten befinden sich auch 35 Seiten, deren Links zwar zu Druckausgaben führen, die aber nicht die MLA-Rezensionen aufweisen – da diese unediert sind – sondern verwandte Rezensionen. Dies wird durch den Vermerk „vgl.“ ausgewiesen. Die meisten der aufgeführten Ausgaben gehören zum Bestand der Acta Sanctorum und Monumenta Germaniae Historica. Ebenfalls stark vertreten sind die Patrologia Latina (besonders die in Band 123 befindliche Edition des Martyrologium Adonis) und das Sanctuarium von Boninus Mombritius.

Die folgende Liste bietet eine Übersicht zur Editionslage des aus insgesamt 581 Einträgen bestehenden Gesamtkorpus (inkl. ursprünglicher und später hinzugefügter Texte). Der Eintrag zu einem/einer Heiligen kann auch mehrere Texte beinhalten (z.B. vita und translatio):

  • Gängige Ausgabe(n) gemeinfrei oder online frei zugänglich: 34 Einträge = 59%
  • Gängige Ausgabe(n) nicht gemeinfrei, eine ältere Version aber schon: 179 Einträge = 31%
  • Keine gemeinfreie(n) Ausgabe(n): 10 Einträge = 2%
  • Keine bzw. unzureichende Ausgabe(n): 48 Einträge = 8%

Wie nahe die einzelnen Druckausgaben mit den jeweiligen MLA-Fassungen übereinstimmen, hängt hauptsächlich von der Handschriftenbasis ab: Bei der Erstellung der entsprechenden Editionen wurden in vielen Fällen Textzeugen aus einem oder mehreren MLA-Exemplaren herangezogen. Die MLA-Handschriften sind besonders stark in MGH-Editionen vertreten. Gelegentlich, z.B. bei der Ausgabe der Prüfeninger Vita Ottos von Bamberg im 71. Band der MGH-Reihe Scriptores rerum Germanicarum, beruht die Edition ausschließlich auf der Grundlage von MLA-Textzeugen. Während solche Ausgaben die MLA-Fassung wiedergeben bzw. deren Rekonstruktion ermöglichen, gibt es auch viele, die zwar die im MLA befindliche Rezension liefern (gleiche BHL-Nummer), aber wegen der Benutzung eines oder mehrerer vom MLA stemmatisch weit entfernter Überlieferungsträger einen mäßig bis stark abweichenden Text bieten. Unabhängig davon ermöglicht die Zugänglichkeit der Handschriften-Digitalisate über die Webseite in jedem Fall einen präzisen Vergleich zwischen den vorliegenden Druckausgaben und der jeweiligen MLA-Fassung.